Kashima No Tachi

Kashima No Tachi Kenjutsu steht in einer über 800jährigen Tradition und wurde durch die Wirren der Weltkriege im 20sten Jahrhundert von Kunii Zenya Sensei in unsere Zeit übertragen. Sein direkter Schüler, Minoru Inaba Sensei hat meinem Lehrer diese Kunst des Schwertes gelehrt.

Aikido

Aikido bedeutet: der Weg (Do) der Harmonisierung (Ai) der Lebensenergie (Ki) und ist eine Schule, die in der ersten Hälfte des 20sten Jahrhunderts von O Sensei Morihei Ueshiba entwickelt wurde. Als Zeitzeuge der Weltkriege hatte Sensei Ueshiba klar erkannt, dass der Weg der Konfrontation und Zerstörung in die falsche Richtung führt. Dieser Erkenntnis folgend, formte er seine langjährigen Erfahrungen in verschiedenen traditionellen Kampfkünsten neu und schuf einen Weg, der darauf ausgerichtet ist, nicht-konfrontativ den Strom des Ki zu lenken und so zu leiten, dass der Konflikt ohne Verletzung des Lebens endet.

Philosophie

Neben der Übung – gleich welcher Kunst – sind Gespräche ein wichtiger Aspekt der persönlichen Entwicklung und des menschlichen Miteinander. Das Dojo (Ort des Weges) war und ist daher immer auch ein Raum für Meditation, Selbstfindung oder eben das Philosophieren. Der Mensch (Mikrokosmos, die kleine Welt) ist ein Abbild des Makrokosmos, der großen Welt. Mit der Erkenntnis seiner Selbst kann er dementsprechend auch das Universum verstehen lernen.

Kirschblüte in Japan

Budo

Der Weg der traditionellen japanischen Kampf- oder Kriegskünste (Budo) diente von alters her in erster Linie der Verwirklichung der höchsten menschlichen Fähigkeiten. Budo steht Männern und Frauen offen, jungen Menschen, Erwachsenen und Alten. Sowohl die Übungen des Schwertes als auch des Aikido dienen der ganzheitlichen Entwicklung des jeweils individuellen, eigenen Wesens. Das Training ist so ausgerichtet, dass Sie in Ihrer persönlichen Entwicklung die Aspekte fördern können, die Ihnen wichtig sind.

Körper, Seele, Geist

Wir trainieren Körper, Seele und Geist. Der Körper muss geschmeidig sein und vollständig frei von Blockaden. Die Seele muss liebevoll und einfühlsam sein, und kräftig – wir brauchen ein starkes Herz. Der Geist muss klar, absolut gegenwärtig und vollständig frei sein. Fudoshin bedeutet: unbewegter Geist.

Fudoshin Wintercamp 2020

Pierre Kynast

Ich bin Schüler von Philippe Orban (7. Dan, Aikikai, Tokio, Japan) und trainiere bei ihm im Fudoshin Dojo Leipzig seit 2013 Aikido und die Schwertkunst Kashima No Tachi. 2017 hatte ich die Gelegenheit, mit meinem Lehrer Japan zu besuchen und im Shiseikan Dojo im Meji Jingu, Tokio ein paar Trainingseinheiten zu absolvieren. Seit meinen 20ger Jahren studiere ich Philosophie – das Wesen des Menschen und der Welt. Dabei habe ich die größten Schätze abseits des Hauptstromes unserer derzeitigen Zivilisation gefunden. 2022 gründete ich das Fudoshin Dojo Merseburg.